God is love

Von all den Büchern, die ich als Kind gelesen habe, hat die „Narnia“-Serie von C.S. Lewis in mir den nachhaltigsten Eindruck hinterlassen. Besonders fasziniert hat mich die Figur des Löwen Aslan. Er wird in den Büchern als in jeder Hinsicht bewundernswerte Persönlichkeit dargestellt, gut und gerecht, als Autorität mit Vorbildcharakter. Als jemand, dessen Zuneigung und Freundschaft man sich unbedingt wünschen würde.
Mir war bekannt, dass dieser Aslan ein Bild für Jesus Christus sein sollte. Ich erinnere mich gut daran, dass ich damals dachte: „Wow, wenn Jesus so ist wie der Löwe Aslan, dann muss er ein echt toller Typ sein!“ Irgendwie wünschte ich mir, dass es einen Gott gibt, der mindestens genauso toll und bewunderungswürdig ist.
Doch als ich älter wurde, fragte ich mich, ob das nicht alles nur ein Wunschdenken war.

Dass es einen Gott gibt, daran habe ich nie gezweifelt. Ich finde, man muss ganz schön viel „Glauben“ aufbringen für die Vorstellung, das Universum, mit all den unterschiedlichen und wunderbaren Lebewesen darin, sei zufällig von selbst entstanden. Die Annahme, ein intelligentes Wesen habe das alles geplant, machte für mich schon immer mehr Sinn. Also war ich eigentlich immer von der Existenz eines Gottes überzeugt.
Ich fragte mich jedoch: Wie ist dieser Gott, und was hat er für einen Einfluss auf mein Leben?

Die Antworten auf diese Fragen fand ich in einem weltberühmten Bestseller, der Bibel.
Die Bibel zeigt uns einen Gott, der völlig anders ist als alle unsere Vorstellungen von ihm. Einen Gott, der kreativ, überraschend, herausfordernd, aber vor allem voller Liebe ist. Einen Gott, dem die Nöte der Menschen nicht egal sind, sondern der mitleidet, der sogar selbst gelitten hat. Einen Gott, der den Einzelnen sieht. In der Bibel heißt es sogar, dass Gott nicht nur Liebe hat, sondern dass er selbst die Liebe ist.*

Nach und nach entdeckte ich einen Lebensstil der Freundschaft mit diesem Gott. Und diese Freundschaft finde ich bis heute ungemein faszinierend, spannend, bereichernd und erfüllend. Außerdem hat sie mir durch manche Krise im Leben geholfen.
So z.B., als meine zweite Tochter mit einem schweren Herzfehler geboren wurde und sich als Säugling einer Operation auf Leben und Tod unterziehen musste. Ich glaube, wenn ich nicht vorher schon gebetet hätte – spätestens auf der Intensivstation am Bett meiner, im künstlichen Koma liegenden, Tochter hätte ich damit angefangen! Und wie dankbar war ich, dass viele andere Menschen mit mir gebetet haben! Dabei durften wir erleben, wie dieser mitfühlende Gott nicht nur getröstet, sondern auf unsere Gebete konkret geantwortet hat.

Rückblickend kann ich sagen, dass diese Freundschaft mit unserem Schöpfer das Beste ist, was ich in meinem Leben entdeckt habe. Und sie tut mir bis heute gut: In guten Zeiten empfange ich durch das tägliche Gebet noch mehr Freude, Energie und Inspiration, in schwierigen Zeiten Ermutigung, Kraft und Trost.
Darüber bin ich so begeistert, dass ich gern in meinen Büchern und Liedern die Botschaft weitergebe, dass unser Schöpfer ein Gott der Liebe ist, und dass es immer Hoffnung gibt.

Ich bin übrigens zu der Überzeugung gekommen, dass der Gott der Bibel sogar noch faszinierender ist als der Löwe Aslan …(und ich bin mir sicher, C.S. Lewis würde mir diese Aussage verzeihen!) 🙂

*1. Brief des Johannes, Kapitel 4, Vers 16

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